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Schulhof

Was sollte ein idealer Schulhof den Kindern bieten?

Das war unsere dringenste Frage zu Beginn unseres Projektes zur Schulhofumgestaltung.

Die kürzeste und beste Antwort:  Einerseits die Möglichkeit, während der Pausen abzuschalten und andererseits die Möglichkeit, den Unterricht zu bereichern.

Er sollte also Erholungsgebiet und gleichzeitig Lernumgebung sein.

Schulhof als Erholungsgebiet:

Wenn Kinder abschalten, geschieht das auf vielfältige Weise. Es gibt Kinder, die sich an einen Ruheort zurückziehen, es gibt Kinder, die sich künstlerisch „verausgaben“, es gibt Kinder, die sich in Spiele vertiefen und es gibt Kinder, die (zumindest für uns) Unerklärliches machen.

Sehr häufig beobachten wir, dass Kinder völlig ungeplant ihren primären Bewegungsbedürfnissen nachgehen. Sie gehen, laufen, hüpfen, springen, kriechen, klettern, rollen, schwingen, werfen, verstecken sich, balancieren und spucken Kirschkerne. Dies alles geschieht scheinbar ohne äußeren Anlass oder erkennbares Spiel. Sie gleichen sich selbst aus und stellen so den häufig zitierten Einklang zwischen Körper und Geist her. Ihre Umgebung – während der Pausen also der Schulhof – sollte unserer Meinung nach entsprechend gestaltet sein und ausreichend Platz bieten, kreativ zu werden und eben genannte Bedürfnisse auszuleben.

Dieses „Auslebenkönnen“ wirkt sich auf unterschiedliche Bereiche aus . Es ist ein Beitrag zur Gesundheitserziehung, es fördert die Körperbeherrschung, es steigert das Zutrauen in sich selbst, es verbessert das Einschätzungsvermögen der eigenen körperlichen Fähigkeiten und es schafft einen Ausgleich und somit die höhere Bereitschaft zum Unterricht.

Vielleicht tut man sich auch manchmal weh und vielleicht bekommt man auch mal nasse Füße auf unserem Schulhof, aber wir glauben, dass sich gerade unser Schulhof dazu eignet, sich insgesamt seltener wehzutun und seltern nasse Füße zu bekommen.

Schulhof als Lernumgebung:

Lernen findet vor Ort statt. Unser Schulhof bietet neben unzähligen Bewegungsmöglichkeiten, auch inhaltliche Lernchancen. Zum Beispiel den Teich, verschiedene Wegweiser, das Insektenhotel, den Lehmofen, den Schulgarten oder die naturnahe Bepflanzung des Spielhügels.

Zu jeder Zeit sollte sich jedes Kind das vom Schulhof nehmen können, was es am dringensten für die eigene Entwicklung benötigt.